Abu Dhabis Verkehrsunfall-Rate sinkt um 40% während BlackBerry-Ausfall


Keine Ahnung, ob ihr es in der letzten Woche mitbekommen habt, aber vor einigen Tagen ging das komplette BlackBerry Netz, über welchen die Pushdienste als auch der Internetverkehr geregelt wird, in die Knie. Via einem BlackBerry Smartphone war es daher nur noch möglich zu telefonieren.
Alles andere, wie E-Mails abrufen, SMS Nachrichten absenden oder im Web surfen, war wenn überhaupt nur sehr langsam möglich. BlackBerry selbst machte hierfür den Ausfall eines Rechenknotens verantwortlich. So weit, so gut.

40 % weniger Unfälle

Nun kommt jedoch der interessante Teil der Story, denn wie ein Nachrichtenportal aus den UAE (Vereinigte Arabische Emirate) berichtet, sei beispielsweise die Rate der Verkehrsunfälle in Abu Dhabi um rund 40% gesunken. Während des BlackBerry Ausfalls sei es zudem zu keinem tödlichen Verkehrsunfall gekommen.

“In Abu Dhabi, the number of accidents this week fell 40 per cent and there were no fatal accidents” (Quelle: The National AE).

Auch in Dubai sei ein drastischer Rückgang an Verkehrsunfällen während genau diesem Zeitraum feststellbar. Ganze 20 % weniger Zwischenfälle in Dubais Straßenverkehr, vermeldeten dortige Polizeistationen.

“In Dubai, traffic accidents fell 20 per cent from average rates on the days BlackBerry users were unable to use its messaging service” (Quelle: The National AE).

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V.a. bei jungen Fahrern, die die Hauptnutzergruppe von Smartphones darstellen, sei dieser drastische Rückgang in beiden Ländern festzustellen und lasse den Schluss zu, dass das Tippen und Surfen via Smartphone während der Fahrt eindeutig zu vermeidbaren Verkehrsunfällen führe.

Sichere Straßen ohne Smartphone

Im Rahmen des Netzausfalls war es nun nicht möglich während der Fahrt E-Mails zu tippen, im Netz zu surfen oder Kurznachrichten zu versenden und daher konnten sich die Fahrer voll und ganz auf den Verkehr konzentrieren. Die Straßen, so ein Polizeibeamter aus Abu Dhabi, seien während des BB Ausfalles erheblich sicherer geworden, was nun auch so langsam bei der Bevölkerung angekommen sei.

Erste Interviews mit jungen Autofahrern zeigen, dass ein Erkenntnisprozess bezüglich dieses Gefährdungspotenzials stattfindet:

“Ammar Al Alwan, an Iraqi resident in the emirate, said he believed the Abu Dhabi Police figures were accurate.  “I did use my BlackBerry while driving,” said Mr Al Alwan, 25. “But after seeing the effects of doing so and the accidents and lives that have been lost I stopped. I have already quit using my BlackBerry while driving. Texting can wait” (Quelle: The National AE).

Und was lernen wir daraus? Don´t text and drive!

Quelle: The National AE

Bildquelle: Shenli Leong (flickr.com)

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Andreas ist sozusagen der Admin von Tablettest.net und kümmert sich hinter den digitalen Kulissen um den reibungslosen Ablauf der Webseite. Hin und wieder schreibt er auch selbst den ein oder anderen Artikel für das Tablet-Magazin.

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