Adobe zaubert Flash via Streaming auf das iPad


Adobe Flash nun auch für das iPad möglichMich hat es bis dato stets gewundert, warum Adobe im Streit um Flash für das iPad noch immer keine Lösung anbieten konnte. Es schien fast so, als würde man klein beigeben und das meist verkaufte Tablet einfach links liegen lassen.
Nun, manchmal kann der Schein auch wirklich trügen, denn die Coder von Adobe haben es nun tatsächlich geschafft, Adobe Flash auf das iPad zu bringen. Und das, wen wunderts, auch ganz ohne Erlaubnis von Tim Cook oder Steve Jobs.

Um Flash auf dem iPad auszuführen mussten die Entwickler aus dem Hause Adobe tief in die Trickkisten der Programmierkunst greifen, denn einfach eine Flashapp in den iTunes Appstore zu stellen wäre wohl weniger hilfreich gewesen. Die Restriktionen hätten selbige postwendend aus dem Appstore verbannt.
Aber wie hat es nun Adobe geschafft, Flash aufs iPad zu zaubern? Nun, das magische Wort heißt in diesem Fall “Streaming“.

Via Server auf das iPad: Adobe Flash

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Ein Webserver machts möglich

Adobe führt die einzelnen Flashinhalte nämlich nicht direkt auf den iDevices aus, dies wäre auch aufgrund der “Flashprohibition” gar nicht möglich, sondern streamt diese von einem Adobe Flash Media Server auf das entsprechende iDevice. D.h. im Umkehrschluss, dass sämtliche Flashinhalte gar nicht direkt auf dem iPad, sondern direkt auf dem Adobe Media Server ausgeführt werden.
Die von Steve Jobs angekreidete CPU Last von Flashinhalten, die wirklich nicht von der Hand zu weisen ist, wird so umgangen und ausgelagert. Die CPU-lastige Berechnungen der Flashdaten übernimmt der Server.

4500 US$ Lizenzgebühren für Webseitenbetreiber

Leider ist es jedoch auch mit dem Media Server von Adobe nicht möglich, jede Flashwebseite anzusurfen, da Webseitenbetreiber zunächst diesen auf ihrem System implementieren müssen. Dies ist jedoch mit einer saftigen Lizenzierungsgebühr in Höhe von rund 4500 US$ verbunden. Für kleinere Webseitenbetreiber de facto ein K.O.-Kriterium.
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Immerhin hat Adobe sich etwas einfallen lassen, auch wenn die Umsetzung flächendeckend schwer zu realisieren ist. Ich dachte wirklich, dass Adobe im “Streit” mit Apple klein bei gibt und nichts in der Hinterhand vorzuweisen hat. Zum Glück habe ich mich diesmal geirrt, denn auch wenn Jobs und Co es gerne hätten… HTML5 wächst bei weitem nicht so schnell, wie gedacht und die Flashalternative ist noch weit davon entfernt im Webseitenalltag angekommen zu sein.

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Verfasst von:

Andreas ist sozusagen der Admin von Tablettest.net und kümmert sich hinter den digitalen Kulissen um den reibungslosen Ablauf der Webseite. Hin und wieder schreibt er auch selbst den ein oder anderen Artikel für das Tablet-Magazin.

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