Android 3.0: Google gibt Einblicke ins Tablet-OS Honeycomb; Neuerungen für Anwender


Mit Android 3.0 alias Honeycomb stellt der Suchmaschinenriese Google die erste Version seines hauseigenen Betriebssystems vor, die auf Tablets optimiert wurde. Zwar befindet sich das OS noch in der Entwicklung und eine Veröffentlichung dauert noch ein paar Monate, aber der Konzern veröffentlicht bereits das zugehörige SDK und erlaubt einen Blick auf die neuen Features. Beispielsweise wurde das User Interface (UI) holografisch gestaltet, es sind also 3D-Effekte zu sehen und Inhalte sollen im Vordergrund stehen. Diverse neue UI-Objekte, grafische Effekte und Mediafunktionen können ausschließlich mit für Android 3.0 entwickelten Apps genutzt werden. In allen Apps wird mit der System Bar eine Info-Leiste integriert sein, die den aktuellen Status sowie Benachrichtigungen anzeigt und, am unteren Bildschirmrand angebracht, Navigationsbuttons enthält. Werden Videos im Vollbildmodus abgespielt, hat die System Bar also gerade keinen Nutzen, wird sie ausgeblendet. Als Drop-Down-Menü kommt am oberen Bildschirmrand eine Action Bar zum Einsatz, die neben Widgets und der Navigation kontextbezogene Optionen bietet und immer dann angezeigt wird, wenn Apps geöffnet sind. Fünf Home-Screens können individuell an die Nutzerbedürfnisse angepasst werden, wofür nebst Hintergründen auch Widgets und App-Verknüpfungen genutzt werden.

Mittels Launcher gelangt der Nutzer in eine App-Übersicht und die Suche. Kürzlich geöffnete Apps werden in der Systemzeile angezeigt; hier kann auch zwischen den geöffneten Apps gewechselt werden, wobei sich eine Mini-Vorschau selbiger zeigt. Auch an der virtuellen Tastatur hat Google geschraubt: Schnellere, präzisere Texteingabe verspricht der Konzern. Die Tastenform wurde angepasst, weitere Tasten hinzugefügt und es können mehrere gleichzeitig gedrückt werden, um etwa Sonderzeichen einzufügen. Ob die Tastatur oder die Spracheingabe geöffnet werden soll, bestimmt der Anwender über einen Button in der Systemzeile. Ähnlich dem iOS von Apple erscheint nach längerem Tippen auf ein Wort ein Schieber, mit dem das Wort angepasst oder der Text kopiert wird. Per USB können Kameras, Tastaturen und weitere Geräte angeschlossen werden; optional lässt sich per Bluetooth synchronisieren.

Drahtlosnetzwerke werden mittels “Komboscan” schneller gefunden und Bluetooth unterstützt Tethering. Die Android’schen Standardapps wurden ebenfalls auf große Displays optimiert: Der integrierte Browser unterstützt anonymes Surfen im “Inkognito-Modus”, Bookmarks und Verlauf sind sortierter und können mit Google Chrome synchronisiert werden. Auch die Auto-Anmeldung bei Google-Services ist dann möglich. Ein Javascript-API erlaubt Multitouchfunktionen in Web-Apps. Eine Kamera-App lässt den Anwender schneller auf die Belichtungs-, Fokus-, Blitz- und Zoomfunktion und die Front-Kamera zugreifen. Alben, Bildersammlungen in Vollbild mit Thumbnails weiterer Fotos stellt die Bildergalerie dar. Das Adressbuch wurde zweispaltig designet, eine Schnell-Scroll-Funktion kam hinzu und Kontaktdaten werden im Visitenkarten-Look dargestellt. Das zweispaltige Design wurde auch in der Mail-App umgesetzt, in der E-Mails über die Aktionszeile in Ordner verschoben und Anhänge für Offline-Nutzung heruntergeladen werden können. Ein Home-Screen-Widget informiert über neue Mails.

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Stefan Keppler ist freier Autor auf tablettest.net und versorgt Dich Tag für Tag mit frischen News aus der Tabler-Szene. Mit fundierten Artikeln verschafft er Dir so einen detaillierten Überblick über das aktuelle Branchengeschehen.

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