Der blaue Zahn der Zeit


Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit erinnern, als ich mein ersten Mobiltelefon von meinen Eltern geschenkt bekam. Stundenlang habe ich mit meinen Schulkameraden auf dem Schulhof gesessen und über die Infrarot-Schnittstelle der Telefone Klingeltöne ausgetauscht.
Es dauert eine ganze weile bis nach und nach immer mehr Handys auftauchten, die Bluetooth unterstützten. Der Standard war universell einsetzbar und nicht zuletzt viel schneller beim Versenden von Daten als die IR-Verbindung. Ausserdem funktionierte es, sehr zum Leidwesen unserer Lehrer, quer durchs Klassenzimmer.

Bluetooth – Der Standard

Seit dieser Zeit sind inzwischen mehr Jahre vergangen, als mir lieb ist und Bluetooth hat sich zu dem Standard schlechthin in der Techwelt gemausert.
Kaum ein Mobiltelefon, Spielekonsole oder oder sogar Auto kommt heute noch ohne Bluetooth 2.0 aus, um alle möglichen Gerätschaften in das tägliche Leben einzubinden. Entwickler haben natürlich nichts unversucht gelassen, Bluetooth immer weiter zu pushen und die Grenzen des Standards auszuweiten. Doch wie soll der Nutzer unterscheiden, welche Bluetooth Version er jetzt für welches Gerät benötigt?
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Um dem Nutzer zu helfen, sich zwischen Bluetooth 1.1, 2.0, 2.1, 4.0 usw. zurecht zu finden, hat sich der Entwickler des Standards, die Bluetooth Special Interest Group (SIG) dazu entschlossen, zwei neue Trademarks für den Bluetooth Dienst ins Leben zu rufen. Diese neuen Gruppenbeschreibungen stützen sich auf den neuen 4.0 Standard, der in den kommenden Monaten die bisherigen Bluetooth Versionen ablösen soll. Der bisher prominenteste Vertreter in den Reihen derer, die die Version 4.0 unterstützen, ist Apples neues iPhone 4S.

 

Bluetooth Smart

Unterschieden wird ab sofort zwischen Bluetooth Smart Ready und Bluetooth Smart. Erstere sind voll abwärtskompatibel zu allen früheren Bluetooth Geräten und ermöglichen eine mühelose Verbindung zum Zwecke der Kommunikation und des Datentransfers. Bluetooth Smart Geräte profitieren von den stromsparenden Merkmalen des 4.0 Standards und lassen sich mit Bluetooth Smart Ready Geräten sowie untereinander verbinden.

Michael Foley, seines Zeichens executive director der Bluetooth SIG beschreibt die neuen Trademarks wie folgt:

Here’s the truth of the matter: Bluetooth Smart and Smart Ready devices will revolutionize the way we collect, share and use information (…) In order to ensure consumers know what these extraordinary devices have to offer, we created the Bluetooth Smart and Smart Ready marks. These new logos will help consumers manage compatibility, and encourage manufacturers to build their best Bluetooth devices yet.

Suke Jawanda, CMO der Bluetooth SIG hat sich ebenfalls zum Thema geäussert:

Consumers can look at new Bluetooth Smart Ready devices the same way they would a 3D ready TV – having the TV is just the first part of the puzzle, you need glasses and content in order to really experience 3D. Once consumers have a Smart Ready device, like the new iPhone 4S, they can continue connecting to existing Bluetooth devices and are also ready to experience the new world of Bluetooth Smart peripheral devices that will carry the Bluetooth smart logo.

Weitere Informationen rund um Bluetooth Smart, könnt ihr auf www.bluetooth.com/smartdevices nachlesen.

Wir hoffen, wir konnten euch mit diesem kleinen Exkurs einen guten Überblick über die momentanen und kommenden Bluetooth Standards geben.

Eure Meinung zum Thema?

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Verfasst von:

Matze berichtet ebenfalls als freier Autor für die Redaktion von Tablettest.net und bereichert diese mit zahlreichen und gründlich recherchierten News aus der mobilen Szene.

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