HP verabschiedet sich von webOS und Co.


Überraschend hat Hewlett-Packard nun das Aus für sein PC-, Notebook- und Tabletgeschäft verkündet. Ebenso will HP auch sein eigenes mobiles Betriebssystem webOS einstellen und Apple das Feld der Tablets überlassen. Erst vor wenigen Monaten noch hatte HP angekündigt, „Nummer eins plus“ auf dem Tablet-Markt zu werden. Stattdessen will sich HP künftig auf Software und Dienstleistungen konzentrieren. Darüber informierte HP bei der Bekanntgabe seiner Quartalszahlen, die eine Umsatzsteigerung von 30,7 auf 31,2 Milliarden US-Dollar beinhalteten. Erst im Januar dieses Jahres hatte HP sein eigenes Tablet Touchpad präsentiert. Dieses allerdings verkaufte sich nicht so gut wie erwartet.

Die Umstrukturierung soll in den kommenden zwölf bis 18 Monaten erfolgen. Wer die Sparte PC, Laptops und Tablets übernehmen soll, ist bislang unbekannt – genauso wie das genaue Ausmaß. Erst im Jahr 2002 hatte HP noch den PC-Hersteller Compaq übernommen, um in dem Segment stärker zu werden. Das Betriebssystem webOS von Palm kostete HP satte 1,2 Milliarden US-Dollar beim Zukauf. Damit gelang es HP beispielsweise, im PC-, Notebook- und Tabletsektor, mehr Umsatz als beispielsweise Apple zu erwirtschaften, beim Gewinn allerdings hinkt Hewlett-Packard deutlich hinterher. Aktuell vergleichen viele Beobachter den Vorgang bei HP mit den Geschehnissen um IBM. Dieser Konzern hatte 2004 die PC-Sparte an Lenovo verkauft, seither konnten die Chinesen zu einem der führenden Hersteller aufsteigen.

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Stefan Keppler ist freier Autor auf tablettest.net und versorgt Dich Tag für Tag mit frischen News aus der Tabler-Szene. Mit fundierten Artikeln verschafft er Dir so einen detaillierten Überblick über das aktuelle Branchengeschehen.

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