LG Optimus Pad V900 im Test – Inkl. Video


Bewertung der Redaktion *

Preis-/Leistung
(5.0)
Display
(6.0)
Performance / Hardware
(5.0)
Verarbeitung
(6.0)
Akku-Laufzeit
(5.0)
Mobilität / Gewicht
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5.2

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Das LG Optimus Pad V900 ist das erste 3D Tablet der Welt, welches es ermöglicht, Bilder und Videos dreidimensional aufzunehmen. So ganz konnte uns das Tablet jedoch nicht überzeugen, obwohl es wirklich solide und qualitativ hochwertig gefertig wurde. Warum es uns nicht wirklich überzeugen konnte und was verbesserungswürdig ist, könnt ihr in diesem Testbericht nachlesen oder via der folgenden Videoreview in Erfahrung bringen.

LG Optimus Pad V900 – Video Testbericht

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Hi Emil, das Tablet ist im Allgemeinen...
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Endlich haben wir auf tablettest.net unseren ersten Tablet Testbericht fertig gestellt und präsentieren euch ihm Rahmen dieser “Premiere” das LG Optimus Pad V900. Dieses Android Honeycomb Tablet wurde uns netterweise von der Pressestelle LGs temporär zur Verfügung gestellt, sodass wir das erste 3D-Tablet der Welt für euch ausgiebig testen konnten.
Was dabei rausgekommen ist und wie das LG Optimus Pad in unserem Test abgeschnitten hat, könnt ihr nun im Folgenden nachlesen bzw. auch in unserem Videoreview in Erfahrung bringen.

Technische Spezifikationen

Bei dem LG Optimus Pad V900 handelt es sich um ein 8.9 Zoll großes Android Honeycomb Tablet, dessen kapazitiver Touchscreen mit 1280 x 768 Bildpunkten auflöst. Bei unserem Testsample war Android Honeycomb übrigens in der Version 3.0.1 installiert. Also keine aktuelle 3.2 Android Version.
Als Chipsatz kommt im LG Optimus Pad V900 ein Nivdia Tegra 2 Prozessor zum Einsatz, dessen beide Kerne jeweils mit 1 GHz getaktet sind. Das Tablet verfügt zudem über 1 GB RAM Arbeitsspeicher und kann auf 32 GB internen Speicher zurückgreifen, wobei man sagen muss, dass alleine das System bereits 4 GB der 32 GB Speicher blockiert und euch somit “nur” noch 28 GB für eure Daten und Applikationen zur Verfügung stehen. Sollte aber dennoch ausreichen.

Das LG Optimus Pad V900

Als Schnittstellen hat das Tablet aus dem Hause LG die üblichen Verdächtigen zu bieten. So besitzt das Optimus Pad V900 einen Kopfhöreranschluss, einen micro-USB Port, einen mini-HDMI Ausgang, ein UMTS Modul, Bluetooth 3.0, WiFi und natürlich einen Anschluss, über den ihr das ordentlich zusammengebaute Tablet aufladen könnt. Apropos Aufladen… LG hat dem Optimus Pad V900 einen 6400 mAh großen Akku spendiert, der laut dem Unternehmen 1268 Stunden Standby erreichen soll.
In unserem Test konnten wir dieses exakten Wert nicht erreichen, kamen aber mit einer “normalen” Nutzung eine knappe Woche ( nur Werktage) ohne Aufladen des Akkus aus. Unter der “normalen” Nutzung verstehen wir hierbei, dass das Tablet ca. 1-2 Stunden pro Tag aktiv im Einsatz ist und hierbei hin und wieder aus dem Standby Modus gerissen wird. Im Endeffekt konnten wir so eine Akkulaufzeit von ca. 6-7 Stunden feststellen (mit WiFi und 3G), was einen soliden Wert darstellt. Gut, bei einer Displaygröße von 8.9 Zoll wäre eine deutlich geringere Laufzeit auch wirklich verwunderlich.

LG Optimus Pad V900 - micro-USB und mini HDMI Anschluss

Zwei 5 Megapixel-Kameras für 3D Aufnahme

Charakteristisch für das LG Optimus Pad V900 sind die beiden rückseitig verbauten 5 Megapixel Kameras, die es euch ermöglichen dreidimensionale Videos mit dem Tablet aufzunehmen. Via einer speziellen App kann man so seine Umgebung mit beiden Kameras abfilmen und erhält dann die Möglichkeit, die gemachten Aufnahmen direkt am Tablet oder aber an einem passenden “HDMI-Gerät” zu betrachten. Eines Vorweg, die “3D-Videos” sind meiner Meinung nach nicht wirklich der Brüller.
Zum einen erkennt man den 3D-Effekt nur mit einer passenden Brille und zum anderen sind die gemachten Aufnahmen dann alles andere als scharf. Es scheint fast so, als wäre der Abstand der beiden Kameras einfach zu groß, um hiermit vernünftige Videoergebnisse in 3D zu ermöglichen.

Zwei 5 Megapixel Kameras ermöglich 3D Videoaufnahmen - Optimus Pad V900

Was hierbei noch nervt, ist, das die Videos, wie ihr dies evtl. noch von älteren 3D Filmen gewohnt seid, einen rot- und grün Stich erhalten, um die beiden übereinander gelegten “Filmsequenzen” mit der passenden Brille in dreidimensionale Bilder zu verwandeln. Find ich etwas affig und würde hier lieber gänzlich auf die 3D-Funktion verzichten. Lieber warten, bis die Technik ausgereift ist und man 3D auch endlich einmal ohne Brille erleben kann. Ist wohl aber Geschmackssache und mir schmeckt eben 3D via Brille überhaupt nicht. Im folgenden Testvideo könnt ihr euch einmal von der 3D Aufnahmefunktion des LG Optimus Pad V900 überzeugen. Wer eine hat, sollte hierzu bitte die “Rot-Grün 3D Brille” aufsetzen. Film ab…

Beispielvideos der 3D-Kamera und Playerfunktion

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Da das aufgenommene Videosignal nur mit einem entsprechenden 3D-Player abspielbar ist und ansonsten einfach als Splitscreen auf youtube angezeigt würde, haben wir den Mediaplayer des Optimus Pad V900 einfach abgefilmt. Klar, dass darunter die Qualität zusätzlich etwas leidet, aber wir wollten versuchen, die gezeigten “3D-Bilder” so “realistisch” wie möglich zu präsentieren. Videos können übrigens mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde bei 1080p abgespielt und auf entsprechende Endgeräte “gestreamt” werden.

Fotokamera macht durchschnittliche Aufnahmen

Und wenn wir schon bei Testaufnahmen sind… Hier seht ihr auch gleich noch ein paar “Testbilder”, die wir mit den beiden 5 Megapixelkameras geschossen haben. Für ein Tablet macht das Optimus Pad V900 recht ansehnliche Bilder, jedenfalls unter soliden Lichtverhältnissen. In weniger gut ausgeleuchteten Räumen kann es dagegen schon einmal zu etwas Bildrauschen kommen. Ist aber bei Smartphone- und Tabletkameras keine Seltenheit. Für den Schnappschuss zwischendurch, reichen die Linsen jedoch völlig aus.

Ergänzt werden die beiden rückseitig angebrachten 5 Megapixel Kameras von einem LED Flashlight, welches dafür sorgen soll, dass auch im Dunkeln brauchbare Bilder und Aufnahmen getätigt werden können. Wie bereits erwähnt, kommt es dabei dennoch zu “Bildrauschen” aufgrund der ISO-Wert, die die Kamera intern automatisch “anpasst”. Für Videotelefonie wurde auf der Frontseite des Tablets eine weitere Kamera verbaut.

Frontkamera LG Optimus Pad V900

Kein SD-Karten Slot – Dafür aber UMTS Modul

Einen extra SD-Karten Slot, mit welchem der interne Speicher des Tablets erweitert werden kann, besitzt das Optimus Pad V900 nicht. Allerdings habt ihr die Möglichkeit, das LG Tablet mit einer UMTS SIM-Karte auszustatten und anschließend via 3G mobil mit bis zu 7,2 Mbit/s durch das Internet zu surfen. Obwohl das Optimus Pad ein Mikro spendiert bekommen hat, ist keine Telefoniefunktion vorgesehen. Gespräche und Videotelefonate können lediglich via VOIP und den dazu benötigten “Chatprogrammen” realisiert werden.

UMTS SIM-Kartenslot beim LG Optimus Pad V900

So viel zunächst einmal zu den reinen technischen Spezifikationen des LG Optimus Pad V900. Kommen wir nun zum dem Formfaktor, dem Design und dessen Alltagstauglichkeit.

LG Optimus Pad V900 Lautsprecher

Design und Formfaktor

Wie eingangs erwähnt, besitzt das LG Optimus Pad mit 8.9 Zoll eine bis dato recht ungewöhnliche Größe für Tablets. Explizit ist das gute Stück 243 mm lang, 149 mm breit und 12 mm hoch. Mit einem Gewicht von 623 Gramm kann das Android Honeycomb Tablet zudem durchaus als mobil bezeichnet werden, wobei man ganz klar sagen muss, dass andere Hersteller es durchaus verstehen leichtere Tablet-PCs zu bauen. Das Galaxy Tab 8.9 (455 Gramm)und das iPad 2 (601 Gramm bei größerem Display) seien hier einmal beispielsweise hervorgehoben. Viel schwerer dürfte das Optimus Pad V900 also wirklich nicht sein.

Das LG Optimus Pad liegt auf dem iPad 1

Nichts desto trotzt liegt das Tablet aus dem Hause LG wirklich gut in der Hand und kann bequem in jeder kleineren Tasche verstaut werden. Es eignet sich wirklich als mobiler Begleiter und ich muss euch sagen, dass es deutlich komfortabler zu transportieren ist, als mein iPad 1. Kein Wunder, ist ja auch kompakter.
Das Optimus Pad V900 ist sehr solide verbaut. Keine überstehenden Kanten, keine zu große Spalten zwischen Display und Cover, hochwertige Materialien, die ein sehr angenehmes haptisches Gefühl aufkommen lassen. Zwar besteht das Tablet-Cover größtenteils aus Plastik und lediglich der silberne Balken auf der Rückseite mit dem Googleemblem ist aus Metall gefertigt, aber dennoch hat man nie das Gefühl, ein billiges Tablet in Händen zu halten. Im Gegenteil! Das Gewicht, die Verarbeitung und das Design vermitteln stets ein hochwertiges Produkt. Da hat LG wirklich gute bis sehr gute Arbeit geleistet. Es macht einfach Spaß, dass kompakte Tablet anzufassen und dieses dann auch mobil zu nutzen. Auch das Gewicht von 623 Gramm trübt diesen Spaß nicht wirklich.
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Android Honeycomb 3.0.1

Android Honeycom 3.0.1 auf dem LG Optimus Pad V900Zur Benutzerführung braucht man im Grunde über das LG Optimus Pad V900 nicht viele Worte verlieren, denn das Tablet ist ein lupenreines Android Honeycomb (Version 3.0.1) Gerät. Wer mit dem mobilen OS von Goole bereits Erfahrungen sammeln durfte, wird keine Probleme mit dem Pad von LG haben.
Dem Pad wurden bereits die üblichen Google Apps plus ein paar LG Apps spendiert. So stehen euch direkt Google Mail, Google talk, Google Maps Youtube etc. zur Verfügung und werden von den Apps für die 3D-Kamera, Polaris Office, einem Musikplayer, einer Kalenderfunktion, den Kontakten, einer SMS App, einer Rechner App und weiteren kleineren Alltagshelfern ergänzt.  Nicht wildes, aber auch hier leistet sich LG keinen wirklich Fauxpas. Alles dabei, was man braucht, um direkt los zulegen.

Der 1 GHz Tegra 2 dual Core Prozessor und die 1GB RAM reichen aktuell wirklich aus, um die Apps und Spiele flüssig und schnell auszuführen. Der Display reagiert flott auf gemachte eingaben und auch kleinere 3D-Games werden ansprechend und ohne größere Frames-Einbrüche gerendert. Der kleine Benchmarktest von GL zeigt ebenfalls eine ansehnliche Performance, auch wenn ihr der Vergleich mit den Smartphonemodellen hinkt. Deutlich soll ja nur werden, dass der Chipsatz, der Arbeitsspeicher und der interne Speicher wirklich für den allgemeinen Arbeits- und Spieleeinsatz vollkommen ausreichen. Auch wenn das Tablet nicht mehr wirklich das neueste auf dem Markt ist.

Benchmark Test - LG Optimus Pad V900

Fazit

Das LG Optimus Pad ist im Grunde ein wirklich solides kleines 8.9 Android Honeycomb Tablet. Die Verarbeitungsqualität, das Design und die kompakte Bauweise konnten uns wirklich überzeugen. Trotz des Gewichts von 623 Gramm hat man nie das Gefühl, einen unhandlichen Computer dabei zu haben. Was jedoch wirklich nicht überzeugt, ist die 3D-Funktion des Tablets.
Ein Video aufzunehmen und danach feststellen zu müssen, dass das Ergebnis nur mit einer Brille und zudem unscharf betrachtet werden muss, ist wirklich enttäuschend. Da hätte ich es mir gewünscht, das LG auf solch eine diletantische 3D-Funktion verzichtet und das Tablet etwas preiswerter am Markt platziert. So muss man jedoch mit einem 3D Tablet leben, dessen Technologie noch in den Kinderschuhen steckt.

Das LG Optimus Pad V900 - Solides Android Tablet

Nichts desto trotz macht das LG Optimus Pad V900 in Zusammenspiel mit Android wirklich Spaß und wir hätten dem guten Stück auch mehr Punkte geben können, aber ein 3D Tablet muss sich nun auch einmal unter 3D Aspekten messen lassen. Ansonsten bleibt uns nur zu sagen.

Besonders gefallen hat uns neben der soliden Verarbeitung v.a. das verbaute IPS Display des Tablets. Sehr kontrastreich, sehr scharf und auch bei einfallendem Licht noch ansehnliche Blickwinkel. Auch hier weiß LG abermal zu überzeugen.

Alles in allem ein wirklich gutes Android Tablet, dass ohne eine zusammengeschusterte 3D-Technik deutlich besser abgeschnitten hätte. Wer jedoch auf 3D verzichten kann, rund 500-600 Euro übrig hat, ist mit dem Optimus Pad V900 wirklich gut bedient. Zwar nicht mehr ganz “up to date”, aber immer noch kein altes Eisen.

Bewertung der Redaktion *

Preis-/Leistung
(5.0)
Display
(6.0)
Performance / Hardware
(5.0)
Verarbeitung
(6.0)
Akku-Laufzeit
(5.0)
Mobilität / Gewicht
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LG Optimus Pad V900 bestellen

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LG Optimus Pad V900 im Test - Inkl. Video, 4.2 out of 6 based on 4 ratings

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Verfasst von:

Andreas ist sozusagen der Admin von Tablettest.net und kümmert sich hinter den digitalen Kulissen um den reibungslosen Ablauf der Webseite. Hin und wieder schreibt er auch selbst den ein oder anderen Artikel für das Tablet-Magazin.

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  • Emil

    Klasse Bericht. Danke dafür. Bewertung ist zwar hart, aber ich denke durchaus gerecht. Mir selbst gefällt das LG Tablet wirklich gut und ich bin am überlegen, mir dieses nun wirklich zu holen. Aber vorher habe ich noch eine Frage. Wie ist denn nun die Quali des Displays… Da habe ich auf vielen Seiten unterschiedliche Infos gelesen.

    Danke für eure Hilfe.

    • Andreas

      Hi Emil,

      das Tablet ist im Allgemeinen wirklich sehr ansprechend. Hochwertig verarbeitet und durchdacht gebaut. Da bildet das Display keine Ausnahme. Ein wirklich solides IPS Panel mit 1024 x 768 Pixeln. Für 8.9 Zoll mehr als ausreichend. Zudem überzeugt die Helligkeit und auch die Schärfe ist 1A. Das Display "rockt", um dies einmal "Neudeutsch" auszudrücken. Wie gesagt, wenn Du nicht Wert auf dieses 3D-Klimbim legst, kannst Du ruhig zugreifen. Macht Laune das Tablet und die Größe ist auch wirklich OK. Frage mich aktuell auch gerade, warum es nicht mehr 8.9 Tablets auf dem Markt gibt. 7" und 10"… Immer die selben Größen…

      Grüße,
      Andreas