Neues aus Indien: Nachfolger des Aakash in den Startlöchern


Wir haben ja schon oft über preiswerte Tablets berichtet, aber keines der zahlreichen Geräte konnte sich im Preis mit dem Aakash Ubislate aus Indien messen. Für gerade mal $45 wurde das Tablet, finanziell unterstützt und subventioniert durch die indische Regierung, im Oktober 2010 auf den Markt gebracht. Der Erfolg des Tablets, welches ursprünglich als Gerät für Schüler und Studenten gedacht war, war bahnbrechend und alle Bestände in kürzester Zeit restlos ausverkauft. Natürlich war es unter diesen Umständen nur eine Frage der Zeit, bis ein weiterer Ableger des günstigen Tablets auf den Markt gebracht werden würde.

Bessere Hardware, immer noch subventioniert

Das Nachfolgermodell Ubislate 7 taktet dank eines Cortex-A8-Prozessors mit 700MHz fast doppelt so schnell wie sein Vorgänger und besitzt ausserdem einen internen Grafikbescheluniger, der das Tablet beim Berechnen von HD-Content über Wasser halten soll. Beim Display setzt man bei Hersteller QUAD auf Altbewärtes: Wieder kommt ein 7“ resitiver Touchscreen zum EInsatz, an dessen bisheriger Auflösung von 800×480 Pixeln nichts verändert wurde.

Bei den Netzwerkfähigkeiten können zukünftige Käufer sich freuen. Erstmals wird mobiles Surfen mit dem Ubislate 7 möglich sein. Unterstützt wird der GPRS Standard und daneben selbstverständlich Wlan IEEE 802.11 a/b/g.

Auch beim Betriebssystem hat sich einiges getan. Kam der Vorgänger noch mit dem mittlerweile doch etwas in die Jahre gekommenen Froyo (Android 2.2) daher, läuft auf dem Ubislate 7 Android 2.3 Gingerbread. Weiterhin verfügt das Tablet über 256MB Arbeitspeicher und einen internen NAND-Speicher von 2GB. Dieser kann mittels SD-Karte auf bis zu 32GB erweitert werden. USB 2.0 Port und 3,5mm Klinkenanschluss für Kopfhörer und Mikrofon sind auch mit von der Partie. Ganz im Geiste eines Stundententablets soll ausserdem eine Office-Suite auf dem Ubislate 7 vorinstalliert sein, welche Software das genau ist, wurde aber noch nicht bekannt gegeben.

Diese ganzen Neuerungen haben natürlich ihren Preis und so müssen interessierte Käufer für das Ubislate 7 etwas tiefer in die Taschen greifen. Knappe $10 mehr kostet das Ubislate 7 als sein Vorgänger und so schraubt sich der Preis auf schwindelerregende 55 Dolar (etwa 42€) hoch.(via)

Ausserdem gibt es jetzt noch ein Dock für das 7 Zoll Tablet, dass es dem Anwender ermöglicht, Texteingaben wie an einem Laptop vorzunehmen. Preise dafür sind aber leider noch nicht bekannt.

Unsere Tablet damit zu teuer?

Wie kann es sein, dass auf der anderen Seite der Welt komplexe Eletronikartikel für einen solche Spottreis verkauft werden, und bei uns ein neues Tablet selten unter der 300€ Marke bleibt?

Eine Gute Frage, durchaus.

Man darf in diesem Zusammenhang aber keinesfalls vergessen, dass die indische Regierung, wie bereits beschrieben, für die Herstellung der Ubislate 7 Geräte fette Steuererleichterungen und Subventionen für den Hersteller springen lässt, die bei uns in diesem Umfang gar nicht möglich wären. Also freuen wir uns doch für die ganzen indischen Schüler und Studenten, die sich nun auch ein Gerät leisten können, dass ihnen den Lernalltag erleichtert und vielleicht eine neue Sichtweise auf die Welt, in der wir leben, ermöglicht.

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Verfasst von:

Matze berichtet ebenfalls als freier Autor für die Redaktion von Tablettest.net und bereichert diese mit zahlreichen und gründlich recherchierten News aus der mobilen Szene.

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