Nvidia unzufrieden mit schleppendem Tablet-Verkauf


Nvidias Chef Jen-Hsun Huang hat zum Rundumschlag ausgeholt: er zeigte sich im Interview mit Cnet mehr als unzufrieden mit den bisherigen Verkaufsergebnissen von Android-Tablets – insbesondere der Hoffnungsträger Android 3.0 blieb vom Start weg weit hinter den Erwartungen zurück. Und Huang nennt auch Gründe, die seiner Meinung nach zu dieser Situation geführt haben: schuld seien vor allem der Einzelhandel sowie die hohen Preise.

Es fällt schwer, seine Argumente zu entkräften: Apple verfügt über spezialisiertes und geschultes Verkaufspersonal, das nicht nur überzeugende Verkaufsargumente vorbringen kann, sondern auch Fragen beantworten kann – bei Android-Tablets ist das eher der Einzelfall als die Regel. Meist wird versucht, sie über den Versandhandel an den Mann zu bringen, weshalb die US-Kette Best Buy nun eine Verkaufsoffensive mit separater Tablet-Corner und ausgebildetem Personal startet.
Aber auch die hohen Preise sind ein weiterer Faktor: während das Basis-iPad ab 479 Euro zu haben ist, gibt es kaum vergleichbare Android-Tablets – und das, obwohl Apple bislang stets Hochpreis-Strategien unterstellt wurden. Auch ein Marketing für die Tablets findet kaum statt. Während Apple mit groß angelegten PR-Kampagnen nahezu Omnipräsenz erreicht hat, dümpelt Android Honeycomb im unteren Bereich der Bekanntheit herum. Nvidias Verärgerung über die ausbleibenden Erfolge hat eine logische Ursache: von ihnen stammt der Tegra 2-Prozessor, der in den meisten Android-Tablets schlummert. Somit stagniert auch die erwartete Gewinnentwicklung des Zulieferers…

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Stefan Keppler ist freier Autor auf tablettest.net und versorgt Dich Tag für Tag mit frischen News aus der Tabler-Szene. Mit fundierten Artikeln verschafft er Dir so einen detaillierten Überblick über das aktuelle Branchengeschehen.

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