Schleppender Verkaufsstart für das Motorola Xoom


Das Motorola Xoom, das von den Medien als der langersehnte und erste ernsthafte Konkurrent für das iPad angepriesen wurde, scheint weit hinter den Erwartungen zurückzubleiben – zumindest nach vorsichtiger Interpretation erster Zahlen. Denn Motorola hat bislang keine Verkaufsstatistiken vorgelegt – nicht aber unbemerkt blieben die Zugriffe von Honeycomb-Geräten auf den Android Markt. Die machen derzeit 0,2 Prozent der Gesamtzugriffe aus, was ein Analyst der Deutschen Bank auf rund 100.000 Geräte umrechnete.

100.000 verkaufte Motorola Xoom wären für einen ernsthaften iPad-Killer allerdings viel zu mager: das erste iPad verkaufte sich am ersten Tag 300.000 Mal, das Xoom ist hingegen seit 2 Monaten auf dem US-Markt zu haben. Egal, ob die Zahl korrekt berechnet wurde: die niedrige Zugriffsrate auf den Android Markt zeigt, dass das Motorola Xoom mit dem explosionsartigen Erfolg des iPad nicht mithalten kann. Und natürlich drängt sich hier die berechtigte Frage auf, wie diese Situation zustande kam.

Apple-Fans werden frohlocken und sich ein zweites Mal bei einem angeblichen “Killer” bestätigt fühlen: man muss gar nicht weit in der Geschichte zurückgehen, um die Bewerbung eines ersten Smartphones als “iPhone-Killer” zu finden – Googles aggressiver Werbeauftritt für das Nexus One versprach viel, das Nexus One hielt wenig davon und floppte. Anders aber das Motorola Xoom: technisch verfügt es über eine solide Ausstattung und ist konkurrenzfähig, Optik und Haptik sind stimmig. Einzig der hohe Preis könnte Motorola hier ebenso wie die zunächst US-exklusive Einführung Probleme bereiten: 600 Dollar für das WLAN-Modell, gar 800 für das 3G-Modell übertreffen das iPad drastisch. Es bleibt abzuwarten, wann Motorola offizielle Zahlen veröffentlicht.

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Stefan Keppler ist freier Autor auf tablettest.net und versorgt Dich Tag für Tag mit frischen News aus der Tabler-Szene. Mit fundierten Artikeln verschafft er Dir so einen detaillierten Überblick über das aktuelle Branchengeschehen.

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